Marktkommentar von Tom Riley: Thematische Investments im Fokus von Fondsselektoren

Thematische Aktieninvestments sind im Jahr 2020 trotz der Corona-Krise und ihrer Folgen noch beliebter geworden. Innerhalb eines einzigen Jahres konnte ein Zuwachs von 75 Prozent verzeichnet werden.

Obwohl ein thematischer Ansatz auf breiter Front bei Investments noch recht neu ist, beläuft sich das in Themenfonds angelegte Kapital inzwischen auf rund 572 Mrd. Euro1. Allein seit 2018 konnte zudem ein Wachstum von jährlich 37 Prozent verbucht werden. Und nicht nur das: Dank weiter steigender Nachfrage verzeichneten thematische Investments 2020 mit 77 Prozent ein doppelt so großes Wachstum.

Nach Aussage von Fondsselektoren gewinnen thematische Aktienanlagen in Kundenportfolios zunehmend an Bedeutung. Denn sie stellen einen Ansatz dar, der es Anlegern erlaubt, Exposure in Bezug auf Unternehmen aufzubauen, die von klaren langfristigen strukturellen Veränderungen infolge von politischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen profitieren können.

Eine von Broadridge im Auftrag von AXA Investment Managers (AXA IM) durchgeführte Studie ergab, dass rund um den Globus eine große Nachfrage nach verschiedenen Arten von thematischen Investments besteht. „Multi-Sustainable“-Fonds in Europa, neue Technologien wie beispielsweise disruptive Technologien, Künstliche Intelligenz und Robotik erfreuen sich in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum großer Beliebtheit. Ebenso interessant für Investoren sind Themen wie Sicherheit/Cybersicherheit, Fintechs, Halbleiter, Konnektivität und Digitalisierung.

Neben breit gefächerten Nachhaltigkeitstrends zeigte die Studie, dass Technologiethemen weltweit en vogue sind, was sich insbesondere am Anteil des in den letzten Jahren in diesen Bereich geflossenen Kapitals ablesen lässt (siehe Grafik unten).

Hinweis: „Sonstige Technologien" ist ein Mikrothema, das wir verwenden, um die sich aus einer Reihe anderer neuer Themen mit Technologiebezug ergebenden Chancen zu erfassen. Dabei handelt es sich vorwiegend um Anlagechancen in den Bereichen Sicherheit/Cybersicherheit, Fintechs, Halbleiter, Konnektivität und Digitalisierung.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass die weltweite Pandemie viele Trends innerhalb des Universums thematischer Investments erheblich verstärkt hat und darüber hinaus Katalysator für neue Themen war.

Laut der vorliegenden Studie hat das Thema Klimawandel heute einen höheren Stellenwert für viele der befragten Fondsselektoren, insbesondere in Europa. Dies deutet darauf hin, dass die Entwicklung von Lösungen für mit dem Klimawandel zusammenhängende Probleme während der Pandemie an Dringlichkeit gewonnen hat, weshalb sich Anleger und Vermögensverwalter, darunter AXA IM, in ihrer Prioritätensetzung entsprechend umorientiert haben. Exemplarisch wird dies deutlich an einer Verpflichtung besagter Parteien zu Klimaneutralität, Klima-Benchmarks und mit dem Pariser Klimaabkommen abgestimmten Investments.

Darüber hinaus betonten viele Befragte, dass die Corona-Krise mit der massiven Verlagerung vieler Arbeitsplätze ins Home Office das Zeitalter der Remote Economy eingeläutet hat. Vor allem die durch die Pandemie bestimmte Forcierung der Digitalisierung hat dazu beigetragen, da ohne ebendiese ein Arbeitsalltag unter Corona-Bedingungen für viele kaum möglich gewesen wäre

Thematische Fonds haben zudem ihre Resilienz während der Corona-Krise unter Beweis gestellt und verzeichneten im Gegensatz zu vielen anderen Fondskategorien trotz Corona wachsenden Zulauf. Während andere nicht-themenbezogene Fondsprodukte seit dem Ausbruch des Coronavirus und den entsprechenden Kursrückgängen an den Aktienmärkten (und eigentlich seit der konjunkturellen Abkühlung im Jahr 2018) teilweise mit einem gewissen Kapitalabfluss zu kämpfen hatten, blieben Themenfonds für neue Anleger attraktiv.

Manche Kritiker sagen, dass Themenfonds stets nur an Haussemärkten erfolgreich Gelder einwerben können. Die Grafik unten zeigt jedoch, dass solche Strategien selbst unter äußerst ungünstigen Marktbedingungen eine recht überzeugende Alternative für Anleger waren.

Ein weiteres Ergebnis der Studie von Broadridge war, dass Fondsselektoren thematische Produkte auf verschiedene Weise nutzen und aktiv verwaltete Fonds bevorzugen: 73 Prozent der Vermögenswerte in Themenfonds werden aktiv statt passiv verwaltet. Zwar haben passive Fondsmanager versucht, vom gestiegenen Privatanlegerinteresse an thematischen Investments zu profitieren, dies ist und bleibt jedoch das Steckenpferd aktiver Fondsmanager.

In der Vergangenheit wurden Themenfonds oft als Spezial- oder Sonderanlagen betrachtet. Inzwischen werden sie jedoch zunehmend – insbesondere in Europa – zur Diversifizierung globaler Aktienportfolios eingesetzt. Die meisten Anleger sehen themenbezogene Anlagen als langfristige oder strategische Investments, und nur ein Viertel der Befragten gab an, solche Anlagen zu taktischen Zwecken zu verwenden.

Wir sind der Überzeugung, dass Themenfonds bereits einen Wandel in der Branche herbeigeführt haben. Obwohl thematische Anlagen nur einen kleinen Teil des gesamten Fondsmarktes ausmachen, konnte diese Nische in der Branche fast zwei Fünftel aller Nettoumsätze im Fondsbereich seit 2017 für sich verbuchen. Und es ist keineswegs abwegig davon auszugehen, dass Themenfonds in einer Welt, in der solche Fonds die neue Normalität bei Aktienanlagen zu sein scheinen, auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

Hinweis für die Redaktionen
Alle Zahlen wurden mit Stand zum 31. Dezember 2020 von Broadridge und AXA IM bereitgestellt. Die in dieser Veröffentlichung genannten Daten beinhalten nur Themenfonds, zu denen Broadridge weltweit Daten erfasst.

90 Fondsselektoren aus Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika wurden im ersten Quartal 2021 für das White Paper befragt, wie sie Themenfonds nutzen und qualitativ beurteilen.

Das vollständige White Paper kann unter diesem Link abgerufen werden: Thematic investing set to transform asset management?

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1Studie von Broadridge, Stand: 31. Dezember 2020